Zwei Apps, zwei völlig verschiedene Welten. Ohlala vs Feeld ist kein Vergleich zweier ähnlicher Produkte, die um dieselbe Zielgruppe konkurrieren. Es ist ein Vergleich zweier Plattformen, die grundlegend verschiedene Antworten auf dieselbe Grundfrage geben: Wie soll modernes Dating aussehen? Wer die Unterschiede kennt, spart Zeit, Geld und Frustration. Dieser Artikel legt beide Plattformen nebeneinander, ohne einen Gewinner zu küren, aber mit klaren Antworten darauf, was jede davon kann und für wen sie gebaut wurde.
Was ist Ohlala, was ist Feeld?
Ohlala ist eine bezahlte Dating-Plattform aus Berlin. Das Grundprinzip: Männer zahlen, um mit Frauen in Kontakt zu treten und Dates zu vereinbaren. Frauen nutzen die Plattform kostenlos. Es geht um echte Verabredungen, transparent vereinbart, mit einem klar kommunizierten wirtschaftlichen Aspekt. Keine Abo-Falle, keine versteckten Kosten, kein Rätselraten über Absichten. Wir bei Ohlala haben dieses Modell bewusst so gebaut, weil Klarheit auf beiden Seiten die Grundlage für gute Erfahrungen ist.
Feeld ist eine britische Dating-App, die 2014 unter dem Namen „3nder“ startete und 2016 umbenannt wurde. Feeld richtet sich an ein offenes, queeres und polyamore Beziehungsmodelle lebendes Publikum. Paare, Einzelpersonen, non-binäre Menschen, Menschen mit unkonventionellen Beziehungsvorstellungen. Der Fokus liegt nicht auf finanziellem Austausch, sondern auf dem Finden von Gleichgesinnten in einer Community, die gesellschaftliche Normen rund um Sexualität und Beziehung hinterfragt.
Das ist der Kern des Unterschieds. Ohlala hat ein explizites wirtschaftliches Modell mit klarer Rollenverteilung. Feeld ist eine Erkundungsplattform für Menschen, die jenseits des klassischen monogamen Heterodating suchen. Wer das weiß, kann beide Plattformen richtig einordnen.
Zielgruppe im Vergleich
Die Zielgruppen überlappen sich kaum. Das ist keine Kritik an einer der beiden Plattformen, sondern eine Feststellung, die für die Nutzungsentscheidung wichtig ist.
Ohlala-Nutzerinnen sind Frauen, die selbstbewusst mit einem wirtschaftlichen Aspekt im Dating umgehen und dafür ihre Zeit und Gesellschaft anbieten. Männer auf Ohlala sind in der Regel beruflich etabliert, schätzen Diskretion und suchen echte Begegnungen ohne den zeitintensiven Aufwand klassischer Dating-Apps. Beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen. Die Plattform hat nach eigenen Angaben über 500.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer in Europa, mit einem Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum.
Feeld-Nutzer sind statistisch jünger. Laut einer Analyse von Business of Apps aus dem Jahr 2024 liegt der Altersschwerpunkt zwischen 25 und 34 Jahren, mit einem deutlichen Anteil an Nutzern, die sich als nicht-heterosexuell oder non-binary identifizieren. Feeld gibt an, dass über 50 % der Nutzer sich als nicht-heterosexuell bezeichnen. Paare, die gemeinsam auf der App sind, machen einen relevanten Teil der Nutzerbasis aus (Feeld, 2024).
Kurz gesagt: Ohlala spricht Menschen an, die Klarheit und wirtschaftliche Transparenz im Dating wollen. Feeld spricht Menschen an, die jenseits konventioneller Beziehungsmodelle suchen. Wer nach einem klassischen Romantik-App-Erlebnis sucht, ist auf beiden Plattformen vermutlich falsch aufgehoben.
Funktionen und Features im Überblick
| Feature | Ohlala | Feeld |
|---|---|---|
| Grundprinzip | Bezahltes Dating, transparente Konditionen | Offenes Dating, Fokus auf queere und polyamore Community |
| Kostenmodell | Kostenlos für Frauen, Männer zahlen pro Date-Anfrage | Basis kostenlos, Majestic-Abo kostenpflichtig |
| Profiloptionen | Standard-Profil mit Foto und Beschreibung | Erweitertes Profil mit Pronomen, Identität, Beziehungsmodell |
| Matching | Anfrage-basiert (Männer senden Date-Anfragen) | Gegenseitiges Like-System |
| Privatsphäre | Diskret, keine Social-Media-Verknüpfung | Inkognito-Modus nur mit Premium |
| Paare als gemeinsames Profil | Nein | Ja, explizit unterstützt |
| App-Verfügbarkeit | iOS und Android | iOS und Android |
| Hauptmarkt | DACH-Region, europäischer Fokus | International, Schwerpunkt englischsprachige Märkte |
| Firmensitz und Datenschutz | Berlin, vollständig DSGVO-konform | London, britischer Data Protection Act 2018 |
Kosten im Detail: Was du wirklich zahlst
Beim Thema Kosten lohnt ein genauer Blick, weil beide Plattformen sehr unterschiedlich strukturiert sind.
Ohlala arbeitet nicht mit klassischen Monatsabos. Männer kaufen Credits, mit denen sie Chat-Konversationen öffnen und Date-Anfragen stellen können. Der vereinbarte Betrag für ein Date wird direkt zwischen den Beteiligten abgesprochen und ist Teil der Anfrage. Frauen zahlen grundsätzlich nichts. Das Modell ist klar: Du zahlst für das, was du tatsächlich nutzt, nicht für einen pauschalen Zugang zu Profilen, die möglicherweise seit Wochen inaktiv sind.
Feeld bietet eine kostenlose Basisversion und ein bezahltes Premium-Abo namens „Majestic Membership“. Laut App-Store-Angaben kostet das Abo etwa 14,99 Euro pro Monat (Stand 2025), mit Rabatten bei längeren Laufzeiten. Das Majestic-Paket schaltet unter anderem den Inkognito-Modus frei, zeigt dir, wer dein Profil geliked hat, und ermöglicht es dir, deinen Standort auf eine andere Stadt zu setzen. Die Basisversion ist nutzbar, aber in Sichtbarkeit und Matching-Qualität stark eingeschränkt.
Ein direkter Kostenvergleich ist schwierig, weil die Modelle so verschieden sind. Wer Ohlala aktiv nutzt, zahlt pro Aktion mehr als ein Feeld-Abo. Dafür ist der wirtschaftliche Aspekt bei Ohlala Teil des eigentlichen Produkts, kein reiner Zugangspreis.
Kosten und Abo-Modelle im direkten Vergleich
| Kostenaspekt | Ohlala | Feeld |
|---|---|---|
| Basiszugang | Kostenlos für Frauen, kostenpflichtig für Männer | Kostenlos für alle (eingeschränkt) |
| Premium-Modell | Credit-basiert, kein Monatsabo | Majestic Membership, ca. 14,99 Euro pro Monat |
| Inkognito-Funktion | Grundsätzlich diskret ausgelegt | Nur mit Majestic-Abo |
| Automatische Verlängerung | Nein (Credit-Kauf, kein Dauerauftrag) | Ja (klassisches Abo-Modell) |
| Transparenz der Kosten | Hoch, alle Preise vor Abschluss sichtbar | Basisversion stark limitiert, Preise im Store |
| Kosten bei Inaktivität | Keine (du zahlst nur bei Nutzung) | Abo läuft auch bei Inaktivität weiter |
Erfahrungen: Was Nutzer berichten
Nutzerbewertungen sind immer mit einer Prise Skepsis zu lesen, weil unzufriedene Nutzer deutlich häufiger schreiben als zufriedene. Trotzdem lassen sich Muster erkennen, die sich über viele Quellen hinweg bestätigen.
Auf Ohlala berichten Nutzerinnen häufig positiv über das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit. Weil das Modell transparent ist und Frauen keine ungebetenen Anfragen von Männern erhalten, die keine ernsthaften Absichten mitbringen, fühlt sich die Nutzungserfahrung vielen zufolge weniger belastend an als auf klassischen Apps. Männer berichten von echten, nicht verschleierten Interaktionen. Kritik gibt es gelegentlich zur Nutzerdichte außerhalb großer Städte. Detaillierte Erfahrungsberichte aus unserer Community findest du in unserem Artikel zu Ohlala Erfahrungen.
Auf Feeld sind die Bewertungen gemischt. Positiv hervorgehoben wird regelmäßig die offene, urteilsfreie Atmosphäre und die Möglichkeit, Identität und Beziehungsmodell klar im Profil zu kommunizieren. Kritisch bewertet wird oft die Nutzerbasis außerhalb von Großstädten und englischsprachigen Märkten. In Deutschland ist die Feeld-Community nach Berichten auf Reddit und Dating-Foren eher auf Berlin, Hamburg und München konzentriert. Die App hat laut Sensor Tower (2024) weltweit etwa 4 Millionen Downloads, aber die aktiv buchende Nutzerbasis in Deutschland dürfte deutlich kleiner sein.
Sicherheit und Datenschutz
Beide Plattformen haben unterschiedliche Ansätze beim Thema Sicherheit und Privatsphäre, und das ist ein Punkt, der bei einer Entscheidung nicht ignoriert werden sollte.
Ohlala hat seinen Sitz in Berlin und unterliegt vollständig der DSGVO. Das bedeutet: europäische Datenschutzstandards, transparente Datenverarbeitung und ein klar geregelter Rechtsrahmen. Von unserer Seite setzen wir auf SMS-Verifizierung und manuelle Profilprüfungen, um Fake-Profile zu reduzieren. Wir bei Ohlala sehen Datenschutz nicht als Compliance-Pflicht, sondern als Grundvoraussetzung für das Vertrauen unserer Nutzerinnen.
Feeld hat seinen Sitz in London. Nach dem Brexit unterliegt das Unternehmen nicht mehr direkt der DSGVO, sondern dem britischen Data Protection Act 2018, der in vielen Punkten ähnliche Standards setzt, aber rechtlich ein separates Rahmenwerk ist. Feeld verarbeitet besonders sensible Daten zu sexuellen Präferenzen und Beziehungsmodellen, was datenschutztechnisch besondere Sorgfalt erfordert. Die App bietet Profile-Sichtbarkeitsoptionen, der vollwertige Inkognito-Modus ist aber nur im Majestic-Abo enthalten.
Für wen eignet sich welche Plattform?
Die Antwort ist weniger eine Frage der Qualität als eine Frage des Bedarfs.
Ohlala passt zu dir, wenn du klare Strukturen schätzt und wirtschaftliche Transparenz im Dating akzeptierst oder aktiv suchst. Als Frau: wenn du selbstbewusst mit dem Modell umgehst, deine Zeit nach eigenen Bedingungen anbietest und volle Kontrolle über Anfragen haben möchtest. Als Mann: wenn du echte Begegnungen ohne verschleierte Absichten suchst und Wert auf Diskretion legst. Wer sich eine Übersicht über bezahlte Dating-Plattformen im Allgemeinen wünscht, findet in unserem Dating-App-Vergleich einen guten Ausgangspunkt.
Feeld passt zu dir, wenn du dich mit dem Konzept offener oder polyamorer Beziehungen identifizierst, queere Dating-Optionen suchst oder als Paar gemeinsam nach Erfahrungen suchst. Feeld ist in dieser Nische international die bekannteste Plattform. Für Menschen mit diesen Beziehungsvorstellungen gibt es im deutschsprachigen Raum kaum eine vergleichbar aktive Alternative.
Wer auf beiden Plattformen ein Profil anlegen will, kann das tun. Die Nutzung schließt sich nicht gegenseitig aus. Die Frage ist nur, welche Erwartungen du mit welchem Profil verbindest.
Was beide Plattformen gemeinsam haben
Bei aller Verschiedenheit gibt es einige Gemeinsamkeiten, die den Vergleich interessant machen.
Beide bewegen sich jenseits des Mainstreams. Weder Ohlala noch Feeld zielen auf den größten gemeinsamen Nenner. Beide bauen auf ein Publikum, das bewusst andere Wege als Tinder oder Bumble geht. Das bedeutet kleinere, aber in ihren Bedürfnissen klar definierte Nutzerbasen.
Beide setzen auf ehrliche Kommunikation als Kernprodukt. Bei Ohlala ist das die Transparenz über den wirtschaftlichen Aspekt, schon vor dem ersten Kontakt. Bei Feeld ist es die Offenheit über Beziehungsmodelle und Identität, schon im Profil. Beide gehen davon aus, dass ehrliche Kommunikation zu besseren Ergebnissen führt als vage Erwartungen.
Beide sind fokussiert. Das kann ein Vorteil sein, wenn die Nutzerbasis gut zur eigenen Suche passt, und ein Nachteil, wenn man in einer Region lebt, in der die Plattform wenig aktiv ist. In einer deutschen Großstadt ist das für beide kein Problem. In einer mittelgroßen Stadt ist Ohlala tendenziell breiter aufgestellt als Feeld.
Was du vor der Anmeldung wissen solltest
Bevor du dich auf einer der beiden Plattformen anmeldest, lohnt es sich, ein paar Dinge abzuklären.
Bei Ohlala: Frauen können sich kostenlos registrieren und sofort Anfragen erhalten. Männer sollten sich über das Credit-System informieren, bevor sie aktiv werden. Ein vollständiges Profil mit klarem Foto und konkreter Beschreibung erhöht die Antwortrate deutlich. In Städten mit weniger als 200.000 Einwohnern kann die aktive Nutzerbasis kleiner sein als in Metropolen.
Bei Feeld: Die kostenlose Basisversion reicht aus, um ein erstes Gefühl für die Plattform zu bekommen. Wer ernsthaft sucht, wird mit dem Majestic-Abo mehr Kontrolle über Sichtbarkeit und Matching haben. In Deutschland ist Berlin der mit Abstand aktivste Markt. In anderen deutschen Städten solltest du deine Erwartungen an die Match-Häufigkeit entsprechend kalibrieren.
Auf beiden Plattformen gilt: Das erste Treffen immer an einem öffentlichen Ort. Das ist keine plattformspezifische Regel, sondern eine allgemeine Sicherheitsempfehlung im Online-Dating, unabhängig davon, welche App du nutzt.
FAQ: Ohlala vs Feeld
Was ist der Hauptunterschied zwischen Ohlala und Feeld?
Ohlala ist eine Plattform für bezahltes Dating, bei der Männer Date-Anfragen mit einem vereinbarten Budget stellen und Frauen kostenlos teilnehmen. Feeld ist eine Community-App für offene, queere und polyamore Beziehungsmodelle ohne wirtschaftliche Komponente. Die Grundphilosophien der beiden Apps unterscheiden sich fundamental, die Zielgruppen überlappen sich kaum.
Ist Feeld auch in Deutschland verbreitet?
Feeld ist international bekannt, hat aber in Deutschland eine deutlich kleinere Nutzerbasis als in englischsprachigen Metropolen wie London oder New York. Berlin hat eine erkennbare Feeld-Community. In mittelgroßen deutschen Städten ist die Dichte aktiver Profile gering. Ein kostenloses Testprofil zeigt schnell, wie aktiv die Plattform in deiner Gegend ist, bevor du ein Abo abschließt.
Was kostet Feeld im Vergleich zu Ohlala?
Feeld bietet eine kostenlose Basisversion und ein Majestic-Abo für etwa 14,99 Euro pro Monat. Bei Ohlala zahlen Frauen grundsätzlich nichts. Männer kaufen Credits für Chat-Konversationen und Date-Anfragen, zahlen also nutzungsbasiert statt monatlich. Ein direkter Kostenvergleich ist schwierig, weil Ohlala nicht monatlich abrechnet. Wer unregelmäßig aktiv ist, zahlt bei Ohlala in der Regel weniger als bei einem durchgehenden Feeld-Abo.
Für welche Zielgruppe ist Ohlala gedacht?
Ohlala richtet sich an Frauen, die selbstbewusst mit einem wirtschaftlichen Aspekt im Dating umgehen möchten, und an Männer, die echte Begegnungen auf transparente und diskrete Weise suchen. Es ist keine App für klassisches Romantik-Dating und keine Plattform für Paare oder polyamore Beziehungsmodelle. Wer mehr über konkrete Nutzererlebnisse wissen möchte, findet das in unserem Artikel zu Ohlala Erfahrungen.
Welche Datenschutzstandards gelten bei Feeld?
Feeld hat seinen Sitz in London und unterliegt nach dem Brexit nicht mehr direkt der DSGVO, sondern dem britischen Data Protection Act 2018. Feeld verarbeitet besonders sensible Daten zu sexuellen Präferenzen und Beziehungsmodellen. Der Inkognito-Modus, der die Profilsichtbarkeit einschränkt, ist nur im Majestic-Abo enthalten. Wer diskret sucht, sollte das bei der Entscheidung berücksichtigen.
Kann ich Ohlala und Feeld gleichzeitig nutzen?
Ja, technisch ist das möglich und es spricht nichts dagegen. Beide Plattformen schließen sich gegenseitig nicht aus, weil sie fundamental unterschiedliche Bedürfnisse ansprechen. Es lohnt sich aber, vor der Anmeldung klare Erwartungen zu formulieren: Was suchst du auf welcher Plattform, und mit welchem Profil trittst du dort auf.
Was ist der ohlala feeld vergleich für fortgeschrittene Nutzer?
Wer beide Plattformen aktiv genutzt hat, berichtet übereinstimmend: Die Qualität der Interaktionen ist auf beiden Plattformen höher als auf Mainstream-Apps, weil beide Seiten ihre Absichten bereits im Profil oder in der Anfrage klar kommunizieren. Der Unterschied liegt im Rahmen: Ohlala strukturiert das durch das wirtschaftliche Modell, Feeld durch die offene Kommunikation über Beziehungsmodelle.
Der Vergleich Ohlala vs Feeld zeigt vor allem eines: Beide Plattformen wissen genau, wer sie sind und für wen sie gebaut wurden. Das ist eine Stärke. Wer auf der Suche nach transparentem, bezahltem Dating mit echten Begegnungen ist, findet bei uns auf Ohlala eine Plattform, die genau das bietet. Wer offene Beziehungsmodelle und eine queere Community sucht, ist auf Feeld gut aufgehoben. Beide Fälle verdienen Respekt. Wenn du mehr über uns erfahren möchtest, empfehlen wir unsere Ohlala Erfahrungen und unseren Dating-App-Vergleich mit weiteren Plattformen im Überblick.